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• Dienstag, Januar 20th, 2015
Obstbäume im Frühling

Obstbäume im Frühling

Pflege von Obstbäumen

Von der Pflanzung über die Pflege bis zur Ernte: Wer Obstbäume im Garten unterhalten will, um köstliche, eigene Früchte ernten zu können, muss einiges beachten.

Obstbäume pflanzen

Obstbäume sind nach ihrer jeweiligen Stammhöhe und nach dem Ausbau der Verzweigung in Hochstämme, Halbstämme, Niederstämme, Buschbäume und Spindeln unterteilt. Wer sich für die passenden Obstsorten und Baumformen entschieden hat, sollte sie fachgerecht einpflanzen. Dabei sind zwei Dinge wichtig: die genügend große Pflanzgrube und die richtige Pflanzhöhe. Die Veredlungsstelle muss über Erdniveau sein.

Die vorab markierte Pflanzgrube sollte einen durchschnittlichen Durchmesser von 1 m und eine Tiefe von wenigstens 50 cm haben.

Zuerst werden der obere Mutterboden und die tieferen Bodenschichten – zu erkennen an der anderen Farbe – voneinander getrennt gelagert. Später muss beides in gleicher Reihenfolge wieder eingefüllt werden. Der Unterbodenaushub wird gut mit nährstoffreicher Komposterde gemischt. Dann wird der Boden und bei dichter Erde auch die Seitenwände der Pflanzgrube gelockert.

In die Mitte der Grube wird ein Holzpfahl eingeschlagen. Der Baum wird genauso tief eingesetzt, wie er in der Baumschule stand. Diese Höhe ist an Erdresten oder an Änderungen in der Stammfarbe sichtbar. Um den Holzpfahl herum werden die Wurzeln ausgebreitet, dann wird Erde eingefüllt. Zwischendurch bereits angießen. Am Schluss die Erde festtreten, einschlämmen und den Baum an en Pfahl binden.

Obstbaum Blüte

Obstbaum: Blüte im Frühjahr

Obstbäume pflegen

Wer einen neuen Garten mit alten Obstbäumen übernommen hat, kommt zuweilen um einen radikalen Erneuerungsschnitt nicht herum. Dazu wird zunächst alles tote, beschädigte, kranke Holz entfernt.

Eventuell muss auch die Kronenmitte ausgelichtet werden: Konsequent wird alles herausgeschnitten, was sich kreuzt und scheuert.

Manchmal muss man auch einige Äste ganz herausnehmen, um eine schöne Wuchsform zu erhalten. Am besten schneidet man einen jahrelang vernachlässigten Obstbaum phasenweise zurück, damit er zwischendurch Zeit zum Erholen hat.

Die beste Zeit für einen Erneuerungsschnitt ist der späte Herbst oder der frühe Winter. Dabei ist zu beachten:

  • Äste dicht am Stamm abschneiden, keine Stummel hinterlassen. Bei hohen Bäumen empfehlen sich sogenannte Hochentaster.
  • Schnittflächen mit einem scharfen Messer glattschneiden.
  • Alle Wunden mit einem Wundverschlussmittel bestreichen.
  • Wasserschosse, die sich nach dem Rückschnitt bilden, müssen regelmäßig entfernt werden.

Grundsätzlich ist der regelmäßige Baumschnitt das A und O, damit Obstbäume bis in ein hohes Alter reich und regelmäßig Früchte tragen. Durch den Schnitt versucht man nicht nur eine gute Belichtung aller Kronenbereich zu realisieren, sodass sämtliche Früchte optimal ausreifen können. Vielmehr soll auch die Bildung neuer, produktiver Triebe gefördert werden. So wird ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den tragenden und den ernährenden Baumteilen erzielt.

  • Junges Holz wird eingekürzt, um weitere Verzweigungen anzuregen.
  • Fruchtholz wird geschont.
  • Altes, unproduktives Holz wird entfernt.

Obstbäume werden regelmäßig gedüngt, um optimale Erträge zu erreichen. Denn mit jedem Rückschnitt, jeder Ernte mindert man im Garten die Nährstoffvorräte des Bodens. Düngt man nicht, kommt es zu gravierenden Mangelerscheinungen. Düngen kann man auf verschiedene Art und Weise und mit unterschiedlichen Mitteln. Dabei richtet sich die Auswahl des Düngers nach den jeweiligen Gegebenheiten.

Jede Düngung muss aber mit Maß und Ziel vorgenommen werden, damit sich keine nachteiligen Effekte einstellen. Dazu wird jeder Gartenbesitzer seinen Boden einmal auf die jeweilige Nährstoffzusammensetzung hin untersuchen lassen. Grundsätzlich sollte man dem Boden nur solche Nährstoffarten- und mengen wieder zuführen, wie man ihm über die Obstbäume und alle anderen Gartenpflanzen entzogen hat. Damit beugt man einer Überdüngung vor.

Die Ernte

Abernten wird man sein Obst selbstverständlich erst, wenn es vollends ausgereift ist. Die Früchte haben sich dann sortentypisch ausgefärbt und lösen sich leicht von den Zweigen. Stein- und Beerenobst kann dann sofort verzehrt oder weiter verarbeitet werden. Kernobst braucht noch etwas Zeit bis zur Genussreife, weil sich die Inhaltsstoffe erst nach gewisser Lagerzeit in Kisten oder auf Horden bei kühlen Temperaturen harmonisch entwickeln.

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