Braunfäule der Tomate
Der Erreger der Kraut-und Braunfäule der Tomate Phytophtora infestans überwintert als Myzel in infizierten Kartoffelknollen bzw. an Pflanzenteilen der Tomate. Aus ihnen wächst der Pilz im Stängel aufwärts, bildet blattunterseits Sporangien Träger, die an den Übergangsstellen zum gesunden Gewebe als weißer Flaum in Erscheinung treten. Bei Feuchtigkeit und Temperaturen ab 13°C erfolgt die Sporangienbildung, die als Hauptverbreitungs-Mittel anzusehen sind. Die Sporen werden mit dem Wind verbreitet und infizieren somit auch die Tomaten. Der so genannte Kartoffelrasen des Pilzes infiziert zunächst die Tomatenfrüchte, die braune, runzlige und eingesunkene Befalls stellen zeigen. Später wird auch das Laub befallen.
Vorbeugende Bekämpfung
Kartoffelkraut und Kartoffelknollen sollten gründlich von der Anbaufläche ab gesammelt und verbrannt werden. Das gleiche gilt bei Pflanzenrückständen der Tomate. Weiterhin sollte möglichst der Anbau von Tomaten in Nachbarschaft zu Frühkartoffeln vermieden werden. Tomaten mögen keine feuchten Blätter optimal wäre eine Überdachung welche vor Nässe schützt. Beim Anbau im Gewächshaus oder Folienzelt sollten keine Gurken in der Nachbarschaft stehen, diese lieben ein feuchtes Blatt. Tomaten dagegen lieben ausschließlich einen feuchten Wurzelballen. Bei feuchter Witterung kann sich die Krankheit optimal entwickeln, dementsprechend erhöht sich der Infektionsdruck ab Mitte Juni.
Sollte es trotz aller vorbeugenden Maßnahmen zum Befall kommen sind Spritzungen mit zugelassenen Pflanzenschutz-Mittel möglich. Prinzipiell gilt aber der Grundsatz vorbeugen ist besser als heilen.
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