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• Freitag, März 06th, 2009

Baumpflege – aber wie?

Sträucher und Bäume schneiden (Baumschnitt, Obstbaumschnitt, Heckenschnitt, Gehölzschnitt, Rosenschnitt, Kletterpflanzenschnitt, Staudenschnitt) ist einfach! Man muss sich nur klarmachen, warum, wann und wie man schneidet.

1. Warum sollte überhaupt regelmäßig geschnitten werden?

Jungtriebe blühen besser als alte und alte Triebe verholzen mit der Zeit und verkahlen dann.
Zudem sind überalterte Triebe viel krankheitsanfälliger.
Außerdem begünstigt ein Mangel an Licht und Luft Krankheiten und behindert unter Umständen die Blüte.
Die Wuchsform wird nebenbei auch noch verbessert.

2. Wann sollte man schneiden?

Jederzeit! Jedenfalls sofern man nur auslichtet, d.h. störendes Geäst direkt am Ansatz abschneidet. Aber Achtung! Beim Stutzen (Einkürzen von Trieben, z.B. mit der Heckenschere)
sollte zwischen Frühjahrsblühern und Spätblühern unterschieden werden, damit nicht versehentlich die späteren Blütentriebe weggeschnitten werden.

Ausnahmen:
Nicht im Frühjahr, wenn der Saft steigt, hier besteht die Gefahr des Ausblutens.
Bei dichten Hecken- oder Klettergehölzen sollte, um die Vögel von März bis September nicht beim Brüten zu stören, maximal der herausragende Neutrieb gekappt werden.
Ab Ende August nicht mehr schneiden, jedenfalls nicht stutzen (einkürzen), sonst kommt es zu Neutrieb, der dann nicht mehr rechtzeitig ausreifen und dann zurückfrieren kann.
Ab späterem Herbst, sobald die Ruhephase eingetreten ist, kann dann wieder geschnitten.

Bei Befallsgefahr durch Pilze, Bakterien, Insekten während der gesamten Wachstumsperiode.
Bei laubabwerfenden Gehölzen ist es wegen der besseren Übersicht am einfachsten und schnellsten im unbelaubten Zustand zu schneiden.
Der “Radikalschnitt” zum Verjüngen sollte kurz vor dem Austriebsbeginn erfolgen.

Bester Zeitpunkt und für einen schnellen Wundverschluss ist das sehr zeitiges Frühjahr kurz vor Austriebsbeginn und bei trockener, warmer Witterung.

Geschnitten werden sollte ab dem 3.-5. Standjahr. Am besten regelmäßig, da nicht alle Gehölze den Rückschnitt in das alte Holz vertragen.

3. Wie und was wird entfernt?

Entfern werden tote, beschädigte, dürre, sich überkreuzende, zu dicht stehende, nach innen wachsende und die Wuchsform beeinträchtigende Triebe.
Bei Bäumen werden gegebenenfalls zusätzlich Konkurrenztriebe zum Mittelast (Stammverlängerung) und Leitästen (Gerüst) entfernt und die Wasserschosse sollten auch nicht vergessen werden.

Gehölze, bei denen eine Wuchsform mit dicken knorrigen Ästen erwünscht ist, wie bei den meisten Bäumen und Sträuchern, bei denen die neuen Blütentriebe aus Knospen direkt
unter den Blüten erscheinen, wie bei Rhododendren, Flieder, Hortensien Beerensträucher werden nur so mäßig ausgelichtet, dass man nicht sieht, dass geschnitten wurde, und dies sollte
direkt am Ansatz erfolgen. Also bitte keine Kleiderhaken oder Stummer stehen lassen.

Obstbäume werden normalerweise etwas stärker ausgelichtet, viel Licht und Luft soll an Blätter, Blüten und Früchte kommen. “Der Gärtner sollte nach dem Zurückschneiden seinen Hut durch die Äste werfen können.”

Wichtig!
Triebe beim entfernen direkt am Ansatz schneiden, ohne den Astring zu verletzen.
Triebe beim einkürzen nur knapp über Knospen schneiden und diese sollten wegen der Wuchsrichtung nach außen zeigen.

4. Welches Werkzeug benutze ich?

Egal ob sie schneiden oder sägen, benutzen sie immer scharfe Werkzeuge um die Pflanze nicht unnötig zu verletzen. Gehen sie einfach nicht wie ein Schlachter sondern wie ein Chirurg ans Werk.

Category: Allgemein
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