Archive for ◊ August, 2010 ◊

Author: bonario
• Dienstag, August 03rd, 2010

Cercobin® FL

Fungizid gegen pilzliche Lagerfäulen an Kernobst und Weißstängeligkeit an Winterraps
Wirkstoff
Thiophanate-methyl (500 g/l)
Formulierung
Suspensionskonzentrat
Anwendung
Wirkungsweise
Cercobin FL ist ein systemisches Fungizid in fl üssiger
Formulierung. Es ist hoch wirksam gegen pilzliche
Lagerfäulen an Kernobst und Weißstängeligkeit an
Winterraps
Bei vielen Fungiziden besteht generell das Risiko des
Auftretens von wirkstoffresistenten Pilzstämmen.
Deshalb kann unter besonders ungünstigen Bedingungen
eine Veränderung in der Wirksamkeit des Mittels
nicht ausgeschlossen werden.
Dort, wo bisher noch keine Resistenz von Schorf
gegenüber BCM-haltigen Fungiziden aufgetreten ist,
werden Spät- und Lagerschorf gleichzeitig miterfasst.
Wirkungsspektrum
I. Kernobst
Gegen pilzliche Lagerfäulen 0,35 l/ha in maximal
500 l/ha Wasser je m Kronenhöhe
Vor der Ernte spritzen oder sprühen.
Max. 2 Anwendungen im Abstand von 14 Tagen in der
Kultur pro Jahr
Cercobin® FL
Kennzeichnungsaufl agen zur Anwendung in
Kernobst
(WP7371) Berostung bei empfi ndlichen Sorten ist
möglich.
(WW7091) Bei wiederholten Anwendungen des Mittels
oder von Mitteln derselben Wirkstoffgruppe oder solcher
mit Kreuzresistenz können Wirkungsminderungen
eintreten oder eingetreten sein. Um Resistenzbildungen
vorzubeugen, das Mittel möglichst im Wechsel
mit Mitteln aus anderen Wirkstoffgruppen ohne
Kreuzresistenz verwenden. Im Zweifel Beratungsdienst
hinzuziehen.
(WW750) Die maximale Anzahl der Anwendungen ist
aus wirkstoffspezifi schen Gründen eingeschränkt.
Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen
Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend
oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen
verwenden.
II. Winterraps
Gegen Weißstängeligkeit (Sclerotinia sclerotiorum) 1,0
l/ha in 200-400 l/ha Wasser
Bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis kann
der Raps ab Vollblüte (50-60% der Blüten geöffnet,
BBCH 65) behandelt werden.
Max. 1 Anwendung in der Kultur pro Jahr

Flint®
500 g/kg Trifloxystrobin
Formulierung: WG (Wasserdispergierbares Granulat)
Spritzmittel gegen pilzliche Krankheiten im Hopfen, an Kern- und Beerenobst, im Wein- und Gemüsebau
Wirkungsweise
Flint ist ein breit wirksames Fungizid mit dem Strobilurin-Wirkstoff Trifloxystrobin gegen eine Vielzahl von
Pilzkrankheiten in verschiedenen Kulturen. Das Produkt wirkt vorbeugend (protektiv) und verhindert bereits die Infektion der Pflanze sowie die weitere Ausbreitung.
Kernobst
Gegen Schorf an Kernobst im Freiland 0,05 kg/ha und je 1 m Kronenhöhe (0,01%ig) bei Infektionsgefahr bzw. ab
Warndiensthinweis spritzen oder sprühen.
Gegen Echte Mehltaupilze an Kernobst im Freiland 0,05 kg/ha und je 1 m Kronenhöhe (0,01%ig) bei Befallsbeginn
bzw. bei Sichtbarwerden der ersten Symptome spritzen oder sprühen.
Gegen pilzliche Lagerfäulen an Kernobst im Freiland 0,05 kg/ha und je 1 m Kronenhöhe (0,01%ig) vor der Ernte im
Abstand von 10 – 14 Tagen spritzen oder sprühen.
Insgesamt nicht mehr als 4 Anwendungen für die Kultur bzw. je Jahr
Wasseraufwandmenge: Jeweils maximal 500 l Wasser/ha und je m Kronenhöhe.
Wartezeit Kernobst: 7 Tage
Wichtiger Hinweis
Für die Anwendung gegen Schorf gilt außerdem Folgendes:
Zur Vorbeugung gegen eine Resistenzbildung empfehlen wir (entsprechend der FRAC-Richtlinie zur Anwendung von
QoI-Fungiziden), Flint ausschließlich in Tankmischung mit schorfwirksamen Kontaktfungiziden anzuwenden. Die
Anzahl der Behandlungen sollte auf 3 beschränkt werden (sind mehr als insgesamt 12 Behandlungen gegen Schorf
erforderlich, kann Flint in der o.g. Tankmischung bis zu 4 mal angewendet werden). Von den 3 Behandlungen dürfen
maximal 2 unmittelbar aufeinander folgen.

Weinbau
Gegen Echten Mehltau (Uncinula necator) an der Weinrebe für die Nutzung als Tafel- u. Keltertrauben im Freiland
bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis spritzen oder sprühen.
Maximal 3 Behandlungen im Abstand von 14-21 Tagen für die Kultur bzw je Jahr.
Der Basisaufwand beträgt 0,06 kg/ha (400 l Wasser/ha).
- Vorblütespritzung
Aufwandmenge: 0,09 kg/ha (600 l Wasser/ha)
- Letzte Vorblütespritzung (ab Rebstadium 61 nach BBCH-Code)
Aufwandmenge: 0,12 kg/ha (800 l Wasser /ha)
- Nachblütespritzung (ab Rebstadium 71 nach BBCH-Code)
Aufwandmenge: 0,18 kg/ha (1200 l Wasser/ha)
- Kurz vor Traubenschluss (ab Rebstadium 75 nach BBCH-Code)
Aufwandmenge: 0,24 kg/ha (1600 l Wasser/ha)
Gegen Schwarzfleckenkrankheit (Phomopsis viticola) und Roten Brenner (Pseudopezicula tracheiphila) an der
Weinrebe im Freiland für die Nutzung als Tafel u. Keltertrauben bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis bis
vor der Blüte spritzen oder sprühen. Der Basisaufwand beträgt 0,06 kg/ha (400 l Wasser/ha).
- Letzte Vorblütespritzung (bis Rebstadium 61 nach BBCH-Code)
Aufwandmenge: 0,12 kg/ha (800 l Wasser/ha)
Maximal 3 Behandlungen im Abstand von 10 – 14 Tagen für die Kultur bzw. je Jahr.
Insgesamt nicht mehr als 3 Anwendungen.
Wartezeit Weinrebe (Tafel- u. Keltertrauben): 35 Tage

Merpan ® 80 WDG

Wirkstoff: 800 g/kg Captan
Formulierung: Wasserlösliches Granulat
Schorf an Kernobst

Pilzliche Lagerfäulen an Kernobst

Spritzzeitpunkt:
Merpan 80 WDG kann zur Bekämpfung von Blatt- und Fruchtschorf an Kernobst durchgehend ab Austrieb eingesetzt werden. Die Behandlungen sollten bei Infektionsgefahr bzw. ab Warndiensthinweis durchgeführt werden. Zur Verhinderung von Lagerschorf und sonstigen Lagerfäulen sind die letzten 4 Behand-lungen vor Beginn der Wartezeit im Abstand von jeweils 4 bis 7 Tagen mit Merpan 80 WDG durchzuführen.

Aufwandmenge:
Merpan 80 WDG wird mit 0,625 kg/ha je 1 m Kronenhöhe im Spritz- oder Sprühverfahren zur Bekämpfung von Blatt- und Fruchtschorf und mit 0,75 kg/ha je 1 m Kronenhöhe zur Bekämpfung von Lagerschorf und anderen Lagerfäulen eingesetzt.

Wasseraufwandmenge:
Die Mittel-Aufwandmenge bezieht sich jeweils auf eine Wassermenge von 500 l/ha je Meter Kronenhöhe. Bei einer Kronenhöhe von 2 Metern ergibt sich daraus ein Mittelaufwand von 1,25 bzw. 1,5 kg Merpan 80 WDG je Hektar. Wird im Sprühverfahren bei Anwendung von Gebläsespritzen die Wasseraufwandmenge reduziert, ist die Konzentration um den entsprechenden Faktor zu erhöhen.

Maximale Zahl der Anwendungen pro Jahr in Kernobst: 5
davon gegen Blatt- und Fruchtschorf: 5
davon gegen pilzliche Lagerfäulen: 4
Für die Anwendung gegen Schorf gilt: Die maximale Anzahl der Anwendungen ist aus wirkstoffspezifischen Gründen eingeschränkt. Ausreichende Bekämpfung ist damit nicht in allen Fällen zu erwarten. Gegebenenfalls deshalb anschließend oder im Wechsel Mittel mit anderen Wirkstoffen verwenden.