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Author: bonario
• Dienstag, Juni 01st, 2010

Ein wichtiges Produkt für den Obstbau Movento

Insektizid Movento

Movento Insektizid®

Movento®
150 g/l Spirotetramat
Formulierung: OD (Ölige Dispersion)
Insektizid zur Bekämpfung von Apfelblutlaus, Gemeiner Kommaschildlaus und San-José-Schildlaus im Apfel.
Das neue Insektizid Movento® wurde nach § 11 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 PflSchG (Gefahr im Verzug) zur
Bekämpfung der Blutlaus, der Gemeinen Kommaschildlaus und der San-José-Schildlaus im Apfelanbau vom
1. Mai bis zum 28. August 2010 für 120 Tage genehmigt.
Genehmigung nach § 11 Abs. 2 Satz 1
vom 01.05.-28.08.2010

Wirkungsweise und -spektrum
Movento ist ein vollsystemisches Insektizid, welches sowohl im Xylem als auch Phloem mobil ist. Es wirkt als
Fraßgift und hat eine beachtliche Wirkungsdauer. Die Kontaktwirkung ist begrenzt.
Um eine gute Verteilung im Pflanzengewebe und damit eine gute Wirksamkeit zu gewährleisten, ist eine Anwendung
bei wüchsigen Witterungsbedingungen zu bevorzugen.
Eine ausreichend entwickelte Blattmasse und höhere Wassermengen sind für die Wirkstoffaufnahme notwendig.
Festgesetzte Anwendungsgebiete und -bestimmungen
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsgebiete
Von der Zulassungsbehörde festgesetzte Anwendungsbestimmungen
(NW468) Anwendungsflüssigkeiten und deren Reste, Mittel und dessen Reste, entleerte Behältnisse oder Packungen
sowie Reinigungs- und Spülflüssigkeiten nicht in Gewässer gelangen lassen. Dies gilt auch für indirekte Einträge über
die Kanalisation, Hof- und Straßenabläufe sowie Regen- und Abwasserkanäle.
(NW609) Die Anwendung des Mittels auf Flächen in Nachbarschaft von Oberflächengewässern – ausgenommen nur
gelegentlich wasserführende, aber einschließlich periodisch wasserführender Oberflächengewässer – muss
mindestens mit unten genanntem Abstand erfolgen. Dieser Abstand muss nicht eingehalten werden, wenn die
Anwendung mit einem Gerät erfolgt, das in das Verzeichnis “Verlustmindernde Geräte” vom 14. Oktober 1993
(Bundesanzeiger Nr. 205, S. 9780) in der jeweils geltenden Fassung eingetragen ist. Unabhängig davon ist, neben
dem gemäß Länderrecht verbindlich vorgegebenen Mindestabstand zu Oberflächengewässern, § 6 Absatz 2 Satz 2
PflSchG zu beachten. Zuwiderhandlungen können mit einem Bußgeld bis zu 50.000 Euro geahndet werden.
5 m
(NT110) Bei der Anwendung des Mittels muss ein Abstand von mindestens 5 m zu angrenzenden Flächen
Schadorganismus/Zweckbestimmung Pflanzen/-erzeugnisse/Objekte
Apfelblutlaus, San-Josè-Schildlaus und
Gemeine Kommaschildlaus
Apfel
(ausgenommen landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Flächen, Straßen, Wege und Plätze) eingehalten werden.
Zusätzlich muss die Anwendung in einer darauf folgenden Breite von mindestens 20 m mit einem verlustmindernden
Gerät erfolgen, das in das Verzeichnis “Verlustmindernde Geräte” vom 14. Oktober 1993 (Bundesanzeiger Nr. 205, S.
9780) in der jeweils geltenden Fassung, mindestens in die Abdriftminderungsklasse 99 % eingetragen ist.
Bei der Anwendung des Mittels ist weder der Einsatz verlustmindernder Technik noch die Einhaltung eines Abstandes
von mindestens 5 m erforderlich, wenn die Anwendung mit tragbaren Pflanzenschutzgeräten erfolgt oder angrenzende
Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) weniger als 3 m breit sind.
Bei der Anwendung des Mittels ist ferner die Einhaltung eines Abstandes von mindestens 5 m nicht erforderlich, wenn
die Anwendung des Mittels in einem Gebiet erfolgt, das von der Biologischen Bundesanstalt im “Verzeichnis der
regionalisierten Kleinstrukturanteile” vom 7. Februar 2002 (Bundesanzeiger Nr. 70 a vom 13. April 2002) in der jeweils
geltenden Fassung, als Agrarlandschaft mit einem ausreichenden Anteil an Kleinstrukturen ausgewiesen worden ist
oder angrenzende Flächen (z. B. Feldraine, Hecken, Gehölzinseln) nachweislich auf landwirtschaftlich oder
gärtnerisch genutzten Flächen angelegt worden sind.
Anwendung
OBSTBAU
Apfel
Gegen Apfelblutlaus (Eriosoma lanigerum), San-José-Schildlaus (Quadraspidiotus perniciosus) und Gemeine
Kommaschildlaus (Lepidosaphes ulmi) im Freiland ab BBCH-Stadium 69 (nach der Blüte, alle Blütenblätter sind
abgefallen) bei Befallsbeginn an den einjährigen Trieben (Apfelblutlaus) bzw. nach Schlupf der Crawler (Schildläuse)
0,5 l/ha und je m Kronenhöhe in mindestens 250 bis maximal 500 l Wasser/ha und je m Kronenhöhe sprühen.
Insgesamt nicht mehr als 1 Anwendung für die Kultur bzw. je Jahr.
Wartezeit Apfel: 21 Tage
Pflanzenverträglichkeit
Aus Verträglichkeitsgründen empfehlen wir im Apfelanbau keine Tankmischungen mit anderen Pflanzenschutzmitteln
oder Blattdüngern.
Am Tag der Anwendung von Movento sollten keine weiteren Pflanzenschutzmassnahmen durchgeführt werden
(Berostungsgefahr).
Die Kulturverträglichkeit und biologische Wirksamkeit kann insbesondere durch die Witterung beeinflusst werden.
Anwendungen bei hohen Temperaturen und intensiver Sonneneinstrahlung sollten ausgeschlossen werden.
Weiterhin sollte ein Zusammenlaufen der Spritzbrühe auf den Früchten vermieden werden.
Anwendungstechnik
Herstellung der Spritzbrühe
Das Gebinde vor dem Gebrauch bitte gut schütteln!
Brühebehälter mit 3/4 der erforderlichen Wassermenge füllen, Rührwerk einschalten (Nenndrehzahl), Produkt ohne
Verwendung eines Siebeinsatzes in den Behälter schütten und fehlende Wassermenge auffüllen. Keine Feinstfilter mit
Maschenweiten unter 0,180 mm (> 80 mesh) verwenden.
Nie mehr Spritzbrühe ansetzen als notwendig. Unvermeidlich anfallende Restbrühe im Verhältnis 1:10 verdünnen und
auf der zuvor behandelten Fläche ausbringen.
Spritzenreinigung
Spritzgerät und -leitungen nach Gebrauch gründlich mit Wasser reinigen. Dazu ca. 20% des Tankinhaltes mit Wasser
auffüllen und dabei Innenflächen des Tanks mit dem Wasserstrahl abspritzen. Rührwerk für ca. 2 Minuten einschalten.
Anschließend Reinigungsflüssigkeit bei laufendem Rührwerk durch die Düsen auf der zuvor behandelten Fläche
verspritzen. Die regelmäßige Reinigung der Pflanzenschutzspritze von außen, insbesondere des Brühebehälters,
Pumpenaggregates und Gestänges, sollte Bestandteil des normalen betrieblichen Ablaufes sein und möglichst direkt
auf dem Feld erfolgen. Hierzu werden von den Geräteherstellern entsprechende Nachrüstsätze mit
Wasservorratsbehältern und Reinigungsbürsten angeboten.
Hinweise für den sicheren Umgang
Anwenderschutz
(SB001) Jeden unnötigen Kontakt mit dem Mittel vermeiden. Missbrauch kann zu Gesundheitsschäden führen.
(SE110) Dicht abschließende Schutzbrille tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SF245-01) Behandelte Flächen/Kulturen erst nach dem Abtrocknen des Spritzbelages wieder betreten.
(SB110) Die Richtlinie für die Anforderungen an die persönliche Schutzausrüstung im Pflanzenschutz “Persönliche
Schutzausrüstung beim Umgang mit Pflanzenschutzmitteln” des Bundesamtes für Verbraucherschutz und
Lebensmittelsicherheit ist zu beachten.
(SS110) Universal-Schutzhandschuhe (Pflanzenschutz) tragen beim Umgang mit dem unverdünnten Mittel.
(SS2101) Arbeitskleidung (mindestens langärmeliges Hemd und lange Hose) und Handschuhe tragen bei der
Ausbringung/Handhabung des Mittels.
Nutzorganismen
(NB6611) Das Mittel wird als bienengefährlich eingestuft (B1). Es darf nicht auf blühende oder von Bienen beflogene
Pflanzen ausgebracht werden; dies gilt auch für Unkräuter. Bienenschutzverordnung vom 22. Juli 1992, BGBl. I S.
1410, beachten.
Wasserorganismen
Die im Zusammenhang mit den “Festgesetzten Anwendungsgebieten” aufgeführten “Festgesetzten
Anwendungsbestimmungen” und anwendungsbezogenen Anwendungsbestimmungen zum Gewässerschutz sind
unbedingt einzuhalten.
Erste-Hilfe-Maßnahmen/Hinweise für den Arzt
Erste-Hilfe-Maßnahmen
Nach Einatmen: An die frische Luft bringen. Betroffenen warm und ruhig lagern. Sofort Arzt oder ein
Behandlungszentrum für Vergiftungsfälle verständigen.
Nach Hautkontakt: Sofort mit Seife und viel Wasser abwaschen. Bei anhaltenden Beschwerden einen Arzt aufsuchen.
Nach Augenkontakt: Sofort mit viel Wasser mindestens 15 Minuten lang ausspülen, auch unter den Augenlidern. Falls
Kontaktlinsen vorhanden, diese nach den ersten 5 Minuten entfernen, dann das Auge weiter spülen. Bei Auftreten
einer andauernden Reizung ärztliche Betreuung ausuchen.
Nach Verschlucken: Mund ausspülen. KEIN Erbrechen herbeiführen. Sofort einen Arzt oder ein Behandlungszentrum
für Vergiftungsfälle verständigen.
Hinweise für den Arzt
Symptomatische Behandlung.
Einstufung nach Gefahrstoffverordnung
N (Umweltgefährlich)
Xn (Gesundheitsschädlich)
150 g/l Spirotetramat
R 43: Sensibilisierung durch Hautkontakt möglich.
R 51/53: Giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristig schädliche Wirkungen haben.
R 62: Kann möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen.
S 2: Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.
S 13: Von Nahrungsmitteln, Getränken und Futtermitteln fern halten.
S 24: Berührung mit der Haut vermeiden.
S 35: Abfälle und Behälter müssen in gesicherter Weise beseitigt werden.
S 36: Bei der Arbeit geeignete Schutzkleidung tragen.
S 37: Geeignete Schutzhandschuhe tragen.
S 46: Bei Verschlucken sofort ärztlichen Rat einholen und Verpackung oder Etikett vorzeigen.
S 57: Zur Vermeidung einer Kontamination der Umwelt geeigneten Behälter verwenden.
Enthält Spirotetramat. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.
Zur Vermeidung von Risiken für Mensch und Umwelt ist die Gebrauchsanleitung einzuhalten.
Leere Behälter dürfen nicht wieder verwendet werden!
® = Trademark of Bayer
Hersteller: Bayer CropScience AG, D-40789 Monheim
Allgemeine Hinweise zur Nutzung der Daten
1.
Unbedingt die auf der Packung aufgedruckte bzw. beigegebene Gebrauchsanleitung lesen und beachten. Die Angaben
entsprechen dem heutigen Stand unserer Kenntnisse und sollen über die Präparate und deren Anwendungsmöglichkeiten
informieren.
Bei Einhaltung der Gebrauchsanleitung sind die Präparate für die empfohlenen Zwecke geeignet.
Wir gewährleisten, dass die Zusammensetzung der Produkte in den verschlossenen Originalpackungen den auf den Etiketten
gemachten Angaben entspricht. Da Lagerhaltung und Anwendung eines Pflanzenschutzmittels jedoch außerhalb unseres
Einflusses liegen, haften wir nicht für direkte oder indirekte Folgen aus unsachgemäßer oder vorschriftswidriger Lagerung oder
unsachgemäßer oder vorschriftswidriger Anwendung der Produkte.
Eine Vielzahl von Faktoren sowohl örtlicher wie auch regionaler Natur, wie z.B. Witterungs- und Bodenverhältnisse,
Pflanzensorten, Anwendungstermin, Applikationstechnik, Resistenzen, Mischungen mit anderen Produkten etc., können Einfluss
auf die Wirkung des Produktes nehmen. Dies kann unter ungünstigen Bedingungen zur Folge haben, dass eine Veränderung in
der Wirksamkeit des Produktes oder eine Schädigung an Kulturpflanzen nicht ausgeschlossen werden kann. Für derartige
Folgen können der Vertreiber oder Hersteller nicht haften.
2.
Die Daten dürfen nicht verändert und an Dritte nur dann vollständig oder auszugsweise weitergegeben werden, wenn sie
folgende Hinweise enthalten:
- Bayer CropScience ist Eigentümerin der Daten
- Stand der Daten
- Vorbehalt gemäß Bedingung 1
3. Bei einer auszugsweisen Weitergabe übernimmt der Weitergebende die Verantwortung für die sachliche Richtigkeit des
Auszugs.
Internetansicht, generiert am 01.06.2010