Archive for ◊ Oktober, 2009 ◊

Author: bonario
• Mittwoch, Oktober 28th, 2009

Banvel  M im Rasen auf Wiesen und Weidenbanvel_1l Banvel  M ist ein wasserlösliches Konzentrat mit zwei  Wirkstoffen.  Zum einen der Wirkstoff Dicamba  mit einer Konzentration von 30g/Liter, und zum zweiten MCPA in einer Konzentration von340g/Liter. Banvel  M wird als wuchsstoffhaltiges Herbizid für die Bekämpfung  von Unkräutern auf Zierrasen aber auch auf Sportrasen sowie auf Wiesen und Weiden mit gutem Erfolg eingesetzt. Wichtig für eine gute Wirkung ist ausreichend vorhandene Blattmasse der Unkräuter, wüchsiges Wetter und kein Regen zum Anwendungszeitpunkt. So kann das Mittel auf dem Blatt ordentlich antrocknen. Zu einem geringen Teil wirkt das Mitte auch über die Wurzel. Die beiden Wirkstoffe Dicamba  und MCPA werden von der Pflanze aufgenommen und wirken systemisch. Diese Eigenschaft ermöglicht den Einsatz gegen schwer bekämpfbare ausdauernde Unkräuter. Die Wirkung äußert sich in Wachstumsstillstand Verästelungen Verdrehungen Farbaufhellungen und schließlich im Absterben der Unkrautpflanze.

Begriffe wie Unkrauttod,  Unkrautvernichter,  Unkrautfrei, Unkrautex  sind umgangssprachliche Wörter für den Einsatz von Herbiziden. Dabei Kann es sich um verschiedene Mittel handeln die aber eine völlig unterschiedliche Wirkung haben können. So zum Beispiel Glyphosat, Glyfos, Roundup, Roundup Ultra Max, Roundup Easy, Finalsan, Simplex, Duplosan KV Kombi, Vorox Unkrautfrei. Wichtig für eine richtige Mittelauswahl ist eine exakte Unkrautbestimmung und die Frage was möchte ich mit dieser Maßnahme erreichen. Unbedingt ist die Gebrauchsanweisung die jeder Verpackung beiliegt  oder anhängt sorgfältig zu lesen. Wenn Mann etwas nicht versteht sollte unbedingt professionelle Hilfe herbeigezogen werden. z.B.       info@kas-stralsund.de

Einsatz von Banvel  M im Zier- undSportrasen gegen Zweikeimblättrige Unkräuter

6 l/ha in 1000 l Wasser/ha (Spritzen), bei Gießanwendung 10fache Wassermenge verwenden.

Rechenbeispiele für kleine Flächen:

100 m² / Spritzen: 60 ml BANVEL M in 10 Liter Wasser 10 m² / Spritzen: 6 ml BANVEL M in 1 Liter Wasser

10 m² / Gießen: 6 ml BANVEL M in 10 Liter Wasser

1 m² / Gießen: 0,6 ml BANVEL M in 1 Liter Wasser

Während der Vegetationsperiode im April bis Septemberspritzen oder mit Gießrechen oder Gießbrause gleichmäßig ausbringen. Bei starkem Unkrautbesatz kann die Bekämpfung nach 28–42 Tagen wiederholt werden. Maximal 2 Anwendungen pro Saison. Die Bekämpfung aller breitblättrigen Unkräuter im Rasen mit BANVEL M erfolgt vom Frühjahr bis Spätsommer wenige Tage nach einem Schnitt, sobald die Unkräuter ausreichend neue Blattmasse gebildet haben. Bis zum nächsten Schnitt sollen mindestens 4 Tage vergehen. BANVEL M darf in Zier- und Sportrasen erst ab dem 1. Standjahr nicht im An Saat Jahr eingesetzt werden.

Unkrautarten die gut bekämpfbar sind sind :

mit 6 l/ha BANVEL M auf Zier- und Sportrasen gut bekämpfbar: Ampfer-Arten, Gänse-Fingerkraut, Gänseblümchen, Habichtskraut-Arten, Hahnenfuß-Arten, Hirtentäschelkraut, Gemeines Hornkraut, Filziger Klee, Gelb-, Hopfen-Klee, Horn-Klee, Weiß-Klee, Acker-Kratzdistel*, Löwenzahn-Arten, Wegerich-Arten, Vogel-Sternmiere, Vogel-Wicke, Violette Taubnessel, Gemeiner Wasserdarm, Acker-Winde

Weniger gut bekämpfbar sind:

Gemeine Braunelle, Kriechender Günsel, Efeu-Gundermann, Gemeines Ferkelkraut, Labkraut- Arten, Gemeine Schafgarbe, Storchschnabel-Arten, Horn-Veilchen

Author: bonario
• Donnerstag, Oktober 22nd, 2009

Apfelblüte Block

Bienen verbinden Ökologie und Ökonomie

Die Honigbiene ist ein wichtiger natürlicher Bestandteil unserer heimischen Flora und Fauna. Ihre Leistung ist nicht zu unterschätzen. Sie bestäubt durch Ihren Fleiß etwa 80 Prozent der blühenden Pflanzen in unsere Region. Ansporn für diese hohe Leistung ist der Bezug Ihrer Nahrung aus Pollen und Nektar welche in vielfältigster Form in der Natur angeboten wird. Dabei wird durch die Biene kein Ökosystem zerstört im Gegenteil sie ist ein wichtiger Bestandteil dieses Systems. Mittels Ihrer Bestäubungstätigkeit garantiert Sie auf natürlicher Weise den Fortbestand dieser Artenvielfalt in unserer Natur. Aber nicht nur die Honigbiene allein kann den Fortbestand der Artenvielfallt  garantieren. Viele Insekten Schmetterlinge Hummeln Wildbienen Wespen Schwebfliegen aber auch Vögel Schnecken Säugetiere selbst der Wind und das Wasser leisten einen ganz unterschiedlichen Beitrag die Artenvielfallt und die natürliche Verbreitung der Arten zu garantieren.

ökologie bienen

Dennoch kommt der Biene durch ihre Hohe Bestäubungsleistung eine besondere Stellung zu. Die Befruchtung der Blüten kann nur durch Pollen der eigenen Art erfolgen. Die Honigbiene garantiert durch ihre uneingeschränkte Blütenstetigkeit nicht ganz uneigennützig die Bestäubung einer Art. Durch die so genannten Kundschafterinnen werden Trachten angeflogen. Einerseits geht damit das sammeln des Nektars und des Pollens schneller, aber es wird auch garantiert das der Pollen der gleichen Art zur Verfügung steht. So zum Beispiel einmal Obstbaumblüte immer Obstbaumblüte, einmal Rapsblüte immer Rapsblüte.

Diese uneingeschränkte Blütenstetigkeit garantiert zum Beispiel im Obstbau die optimale Befruchtung der Obstbaumblüte oder auch der Erdbeeren und Beerensträucher. Jeder Obstbauer ist gut beraten wenn er die Imkerei unterstützt. Ist doch die Bestäubung der Blüten neben vielen anderen Faktoren die wichtigste Grundlage eines hohen Ertrages. Alle anderen Maßnahmen sind unbedeutend wenn nicht die Honigbiene durch Ihre Bestäubungstätigkeit einen hohen Fruchtansatz garantiert. Das Ausmaß der Wichtigkeit der Biene können wir erkennen wenn es zu kalt war oder weil es viel geregnet hat oder weil ganz einfach kein Bienenvolk zur Verfügung stand dann haben die Blüten umsonst geblüht. Ökonomisch ist dies für den Obstbauer ein herber Verlust. So ist mit sehr wenig Erlösen am Jahresende zu rechen. Viele andere Maßnahmen wie zum Beispiel Pflanzenschutz, Düngung, Unkrautbekämpfung, Insektizide Maßnahmen, Fungizide Maßnahmen, sind zwar eingeschränkt aber dennoch durchzuführen und verursachen erhebliche Kosten.

Das Wunder der Blütenstetigkeit gilt aber nur wenn eine Haupttracht zur Verfügung steht. Im fortlaufenden Jahr wenn die Trachten vielfallt abnimmt werden auch andere Pollenspendenden Blüten angeflogen und nicht verschmäht. Die ökologische Bedeutung der Bestäubungstätigkeit liegt in der Regenerationsfähigkeit durch Samen und Fruchtansätze bei Kultur Nutz und Wildpflanzen.

Author: bonario
• Mittwoch, Oktober 21st, 2009

Herbstarbeit in der Obstplantage

Die Ernte ist unter Dach und Fach aber die Arbeit nimmt kein Ende. Wir haben eine erfolgreiche Obsternte eingefahren und können etwas durchatmen. Wenn man sich die Ernteergebnisse anschaut überlegt man was hat man richtig, aber auch was hat man falsch gemacht. Welche Maßnahmen kann man treffen um noch erfolgreicher seinen Obstbaubetrieb zu führen.

Selbst in den kälter werdenden Oktobertagen geht die Arbeit weiter. Es gibt ein schönes Sprichwort das dort lautet , Nach der Ernte ist vor der Ernte „ ich glaube dies trifft des Pudels Kern. Die Alt aber auch Junganlagen sind auf Wühlmaus und auch auf Schermausbefall zu überprüfen. Bei einem Befall sind geeignete Bekämpfungsmaßnahmen zu treffen. Dazu gibt es eine Reihe von Pflanzenschutzmittel oder Rodentizide die angewendet werden dürfen.

Bäume die nicht mehr ertragreich sind werden gerodet. Leider muss man mitunter auch Bäume roden die völlig gesund sind, aber deren Obst sich nicht mehr vermarkten lässt. Das Land muss vorbereitet werden für Neuanpflanzungen. Dafür werden bodenbearbeitende Maßnahmen durchgeführt. Der Boden muss gut gelockert und Nährstoffreich sein. Lange vorher hat der Obstbauer seine Bäume bestellt in der Regel benötigt die Baumschule zwei bis drei Jahre Vorlauf. Die meisten Sorten werden nur auf Bestellung in der Baumschule veredelt und dann geliefert. Selbstverständlich gibt es immer ein bestimmtes Obstbaumangebot, aber dort entscheidet letztendlich wie schnell sind bestimmte Sorten vergriffen.

In der Regel sind zwei Veredelungsmetoden gebräuchlich, die Okulation und die Kopulation. Bei der Okulation wird der Trieb der Unterlage kurz über der Wurzel abgeschnitten, danach wird eine knospe der Edelsorte unter die Rinde der Unterlage geschoben. Dieser wächst dann in die Höhe. Durch geeignete Schnittmaßnahmen wird daraus ein junges Edelobstbäumchen. Durch die Kopulation als zweite Methode wird der Trieb der Unterlage und des Edelreis zackenartig eingeschnitten ineinander geschoben und mit Veredelungsgummi oder Band fest zusammengedrückt. Dabei ist es wichtig, dass die Kambium Schichten mit einander verbunden sind. Anschließend werden die Veredelungsstellen mit Lac Balsam versiegelt um Verdunstung und Austrocknung zu vermeiden.

Die Apfelbäume sind meist auf eine schwach wachsende Unterlage veredelt z.B. M9. Auf Grund der Unterlage haben die Bäume eine natürliche Wachstumsbremse. Der Grund dieser Maßnahme ist ein möglichst hoher Früchteertrag und wenig vegetatives Wachstum also wenig Holz zu erzielen. Ein weiterer Vorteil liegt in dem weit früher einsetzenden hohen Ertrag gegenüber anderen Veredelungen.

obstplantage Blog

Da diese Bäume nicht standfest sind auf Grund der schwach wüchsigen Unterlage benötigen diese ein Gerüst. Dabei gibt es verschiedene Möglichkeiten. Vorherrschend sind dabei Holzkiefernpfähle geschält gespitzt in Teeröl oder in Salzimprägnierung. Aber auch Betonpfähle werden immer mehr verwendet. Bei geeigneten Systemen ist es auch möglich Hagelschutz und Regenschutz Netze zu montieren. Zwischen den einzelnen Stellagen werden Drähte gespannt. Diese Drähte werden zum Beispiel mit Gripple Spannern verbunden und gespannt. Am Ende wird die Anlage mit Erdankern ausgesteift.

Obstplantage 1 Blog