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• Samstag, Februar 28th, 2009

Die Norddeutschen Obstbautage 2009 in Jork

Die Norddeutschen Obstbautage 2009 fanden in diesem Jahr am Mittwoch den 11.Februar bis Donnerstag den 12. Februar in Jork statt. Es war die 61. Fachausstellung von Obstbaubedarfs –Artikeln, Maschinen und Geräten für den Obstbau. Ein weiterer Schwerpunkt war der integrierte Pflanzenschutz.
Veranstalter war, wie in jedem Jahr, der Obstbau-Versuchs -und Beratungsring Jork. Es ist fast schon eine Pflicht bei dieser Fachveranstaltung dabei zu sein. Alle namhaften Unternehmen präsentierten Trends und Entwicklungen im Obst- und Weinbau.

Einige innovative Aussteller wie die Intrachem Bio Deutschland weckten mit Produkten wie: Nu-Film P, Granupom, Nemasys, Schwefal Top, Reflekt, AQ 10 um nur einige zu nennen ein sehr großes Interesse bei den Obstbauern.
Aber auch Händler wie Kulturen Agri Service Stralsund (www.kas-stralsund.de) präsentierten ihr umfangreiches Handelsprogramm. Pflanzenschutzmittel, biologische Pflanzenschutzmittel, Betonpfähle und Holpfähle für den Obstbau, Wuxale, Blattdünger und viele weitere Obstbaubedarfsartikel gehörten dazu. Aber wie immer vergaßen sie auch diesmal nicht die Kleingärtner und stellten altbekannte und neue Artikel für Haus, Hof und Garten vor.

Es war wieder eine gelungene Veranstaltung für die Organisatoren, Austeller und natürlich für die Besucher.

Wir sehen uns im nächsten Jahr wieder im alten Land.

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Author: admin
• Montag, Februar 02nd, 2009

Angesichts der Pressemitteilungen in den vergangenen Wochen und Monaten zu Pflanzenschutzmittelrückständen in Lebensmitteln ist der ein oder andere Verbraucher verunsichert. Dann folgen oft die Fragen, wie: „Sind meine gekauften Lebensmittel sicher?“ oder „Was kann man dann noch essen?“.
Pflanzenschutzmittel werden eingesetzt, um Kulturpflanzen nachhaltig vor Schaderregern zu schützen. Im Pflanzenschutzgesetz wird geregelt wie Gefahren, insbesondere für die Gesundheit von Mensch, Tier und dem Naturhaushalt, abzuwenden sind.
Alle heute zugelassenen Pflanzenschutzmittel unterliegen einem Abbauprozess, der durch Licht, Verflüchtigung, Wärme, Wasser und Mikroorganismen gesteuert wird. Das Mittel wird also nach einer Anwendung kontinuierlich abgebaut. Aber selbst nach sachgerechter und bestimmungsgemäßer Anwendung von Pflanzenschutzmitteln können Rückstände in oder an dem behandelten Erntegut verbleiben. Diese Rückstände sollen immer so gering gehalten werden, dass sie die Gesundheit des Verbrauchers weder bei einer lebenslangen täglichen Aufnahme, noch beim einmaligen Verzehr großer Lebensmittelmengen geschädigt werden kann. Um das sicherzustellen, nimmt das in Deutschland zuständige Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) im Rahmen der Zulassung des Pflanzenschutzmittels eine umfangreiche gesundheitliche Bewertung vor und erarbeitet auf dieser Grundlage Vorschläge für Rückstands-Höchstgehalte (umgangssprachlich Höchstmengen). Aufgabe des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) ist es dann, diese wissenschaftlich abgeleiteten Werte unter Berücksichtigung anderer Faktoren als Vorschläge an die Europäische Kommission zur Festsetzung von Rückstandshöchstgehalten weiterzugeben. Wenn in der EU neue gemeinschaftliche Höchstgehalte festgesetzt werden, müssen diese in nationales Recht übernommen und die bestehenden Höchstgehalte ggf. geändert werden. Die Wirtschaft ist verpflichtet, die Einhaltung der Höchstgehalte zu garantieren und die zuständigen Länderbehörden überprüfen bei der Lebensmittelüberwachung dann die Einhaltung dieser Sorgfaltspflicht. Die Überschreitung eines Rückstands-Höchstgehalts stellt einen Verstoß gegen geltendes Recht dar. Die entsprechende Ware ist nicht verkehrsfähig. Dies muss aber nicht bedeuten, dass der gefundene Rückstand auch ein Risiko für Verbraucher darstellt, denn Rückstands-Höchstgehalte sind keine toxikologischen Grenzwerte.
Um die Höchstgrenze des Rückstandes eines Pflanzenschutzmittels auf oder in einem Nahrungsmittel festzulegen, wird zunächst in Tierversuchen festgestellt, bei welcher Menge die empfindlichsten Tiere keinerlei Schäden, vor allem in Krebs erzeugender, Erbgut verändernder und Gewebe verändernder Hinsicht, mehr zeigen. Da der Mensch aber unter Umständen anders als die Versuchstiere reagieren kann und auch mehrere Wirkstoffe auf einem Nahrungsmittel vorkommen können, wird zur Sicherung des Menschen diese bei den Tieren unschädliche Rückstandsgrenze auf ein Hundertstel herab gesetzt und dann der ADI-Wert (Acceptable Daily Intake, duldbare Tagesdosis).
Pflanzenschutzmittel gehören damit zu den am besten untersuchten und überwachten Produkten in Deutschland überhaupt. Rückstände werden in mg Wirkstoff pro kg Nahrungsmittel, also in ppm (1 Teil von 1 Million Teilen oder 0,001g/kg) angegeben. Durch die moderne Analytik ist es heute möglich Stoffe im ppb- (1 Teil von 1 Milliarde Teilen oder 0,000001g/kg) oder ppt-Bereich (1 Teil von 1 Billion Teilen oder 0,000000001g/kg) nachzuweisen. Festgestellte Rückstände auf Pflanzenschutzmittel bedeuten also nicht auch gleichzeitig eine Gefahr für Verbraucher.
Wie bei den meisten Medien üblich gilt auch hier die Devise: „Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten!“.